Die Revolution hat begonnen!

Letzte Konzertvorbereitungen backstage

Letzte Konzertvorbereitungen backstage

Standesgemäss mit Beethovens Eroica haben Claudio Abbado und das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA gestern den «Revolutionssommer» eingeläutet – und das Publikum im KKL und vor der Grossleinwand auf dem Inseli zu Standing Ovations verleitet. Was der Intendant im Vorfeld einer solchen Festspieleröffnung alles zu tun hat, zeigen nebenstehende Schnappschüsse. So musste ich etwa Gregory Ahss, dem Konzertmeister des Festspielorchesters, beim Binden seiner Krawatte helfen. Und ich musste in zahlreichen Interviews erklären, warum Musik unabdingbar zum Leben gehört (und am besten in Luzern genossen werden sollte).

Michael Haefliger im Interview

Michael Haefliger im Interview

Genau das haben auch Frau Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Daniel Barenboim in ihren wunderbaren Eröffnungsreden herausgestellt. «Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass man durch Musik lernen kann, mit schwierigen Dingen und Konflikten umzugehen», erklärte Barenboim. So lerne man etwa den «Konflikt zwischen Leidenschaft und Disziplin» auszubalancieren: «Musiker müssen beides können, müssen leidenschaftlich und diszipliniert sein, wenn sie grosse Musiker sein wollen.» Ausserdem, so Barenboim, übe man sich im «strategischen Denken, zum Beispiel wenn man in einer Beethoven-Sinfonie einen grossen Satz in Bezug auf die Dynamik strategisch angehen muss: Es kann nur einen dynamischen Höhepunkt geben, den man aufbauen muss.» Kurz: Wer die Welt verändern – revolutionieren – will, muss Musik machen oder zumindest hören. Dem stimme ich natürlich aus vollem Herzen zu. Insofern: Auf einen Festspielsommer voller neuer Erkenntnisse und Entdeckungen!

Michael Haefliger | Intendant LUCERNE FESTIVAL

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