«Hold on to the culture in Rwanda, because it can be lost.» Oder: Es gibt ein Menschenrecht auf Kultur!

Nicht jeder weiss es, aber es gibt ein Menschenrecht auf Kultur:«Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.» So ist es im Artikel 27 der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben.

Dieses Menschenrecht ist Thema des diesjährigen Sonderkonzerts in der Reihe «Young», das Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Reussbühl mit Mitgliedern der Musicians for Human Rights am Samstag, dem 12. April, gestalten. Denn vor 20 Jahren, während des Genozids in Ruanda, wurde dieses Recht mit Füssen getreten – und doch dienten die Künste und insbesondere die Musik als heimlicher Spiegel, um sich auch in dieser Extremsituation der eigenen Identität zu versichern.

Im Zentrum des Programms steht ein Lied, das Jugendliche aus Ruanda gemeinsam mit den Musicians without Borders getextet und komponiert haben. Umuco lautet sein Titel, und dieser Titel bedeutet in Kinyarwanda, der Sprache Ruandas, «Kultur». Im Lied heisst es: «Culture is our responsibility. We need to respect it. We need to value it. It helps us so much in our lives.» Und weiter (so der Refrain): «Hold on to the culture in Rwanda, because it can be lost.» Fotos von den Proben der letzten Tage zeigen, wie intensiv die Jugendlichen den universellen Anspruch des Menschenrechts auf Kultur im diesjährigen Workshop erlebt haben: Einfach eines der Fotos anklicken und weiterblättern (alle Fotos: Priska Kettere/LUCERNE FESTIVAL).

Johannes Fuchs | Leitung Young & Malte Lohmann | Redaktion

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