Die Macht der Musik. Fragen an Isabelle Faust zum Festivalthema «Psyche»

Isabelle Faust im März 2013 bei LUCERNE FESTIVAL zu Ostern (Foto: Georg Anderhub/LUCERNE FESTIVAL)

Isabelle Faust im März 2013 bei LUCERNE FESTIVAL zu Ostern (Foto: Georg Anderhub/LUCERNE FESTIVAL)

Was ist Ihre früheste musikalische Erinnerung?
Meine früheste Erinnerung sind die ersten, quietschenden Tonleiterversuche meines hobbygeigenden Vaters.

Welches musikalische Schlüsselerlebnis löste Ihren Wunsch aus, Musiker zu werden?
Yesterday und alle anderen Beatles-Songs.

Welches Werk oder welche Werke empfinden Sie als todtraurig?
Tod und Verklärung von Richard Strauss.

Und welches Werk erscheint Ihnen als Inbegriff der Lebensfreude?
Franz Lehárs Operette Die lustige Witwe.

Gibt es Musik, die Sie psychisch derart stark bewegt, dass Sie vor einer Aufführung zurückschrecken?
Nein.

Gibt es Musik, die bei Ihnen wie eine Medizin auf Leib und Seele wirkt?
Die Stille der Wüste.

Und umgekehrt gefragt: Gibt es Musik, die Sie krank macht?
Ja, schlechte Musik.

Und noch einmal anders gefragt: Würden Sie bei bestimmten Kompositionen neurotische oder psychotische Eigenarten «diagnostizieren»?
Sämtliche überragende Kompositionen enthalten meiner Meinung nach beide Komponenten.

Welches berühmte Werk der Musikgeschichte lässt Sie völlig kalt?
Der Winter aus Vivaldis Vier Jahreszeiten.

Werden Sie von musikalischen Eindrücken verfolgt (der «Ohrwurm-Effekt»)?
Da wären wir wieder bei den Tonleitern meines Vaters.

Glauben Sie, dass der Mensch durch die Musik «besser» wird: intelligenter, kommunikativer, sensibler?
Die Menschheit ist unverbesserlich.

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