«Traum, historisch & Stolz» Kian Soltani, Gewinner des Credit Suisse Young Artist Award 2018

Nur noch wenige Wochen bis zum grossen Debüt mit den Wiener Philharmonikern. Wie fühlst du dich, wenn du daran denkst?

Ich fühle mich ganz gut und freue mich schon sehr darauf. Es ist ja doch noch etwas Zeit zu üben und sich darauf vorzubereiten. Ich sehe dem Ganzen aber bereits mit grosser Vorfreude entgegen.

Sol Gabetta, dein grosses Vorbild, war 2001 die erste Gewinnerin des Prix Credit Suisse Jeunes und wird einen Tag vor dir mit den Wiener Philharmonikern spielen; wird es ein Treffen geben?

Wir haben uns vor kurzem in Basel getroffen und auch darüber gesprochen, dass wir beide in Luzern sein werden. Und ich hoffe schon, dass ich sie da sehen werde. Vielleicht kommt sie ja auch in meine Proben zuhören und kann mir ein wenig Feedback geben. Das wäre doch toll!

Wie hat sich dein Leben seit dem Gewinn des Credit Suisse Young Artist Award geändert?

Um ganz ehrlich zu sein, hat sich nicht ganz viel verändert. Ich habe davor schon ständig geübt und Konzerte gespielt und habe das danach natürlich auch weitergemacht. Was natürlich der Fall war, dass ich dadurch sehr viel Aufmerksamkeit bekommen habe, vor allem in den Medien. Oder Leute die vorher meinen Namen nicht gekannt haben, kennen ihn jetzt. Es kann gut sein, dass diese Veränderung aber erst in den nächsten Jahren stattfindet, da mein Debüt mit den Wiener Philharmonikern ja noch bevorsteht.

Du bist viel auf Reisen, in den Instrumentenkoffern befinden sich oft Glücksbringer oder andere wichtige Reisebegleiter. Auf was kannst du bei deinen Reisen keinesfalls verzichten und ist immer mit dabei?

Was ich unbedingt dabeihabe sind Cello-Ersatzsaiten, denn es ist mir schon einmal passiert, dass mir kurz vor dem Konzert eine Saite gerissen ist und ich hatte keine Ersatzsaite dabei und hatte dann natürlich einen kurzen Moment von Panik. Wir haben dann eine Lösung gefunden, da zufällig ein anderer Cellist noch eine bei sich hatte. Seither achte ich tatsächlich immer darauf, dass eine Ersatzsaite im Koffer ist. Natürlich auch ein paar Bögen. Was ich auch dabei habe ist immer ein Tuch, warum das so ist, weiss ich nicht. Irgendwie hat sich das so ergeben und ist eine Art Glücksbringer geworden. Ich fühle mich richtig unwohl, wenn ich das Tuch nicht mit auf die Bühne nehme. Denn ich fasse nicht gerne das Cello vor dem Konzert mit den verschwitzen Händen an und daher umfasse ich das Cello immer mit diesem Tuch, wenn ich auf die Bühne gehe, setze mich hin und greife erst dann das Cello an. Das hat sich so ergeben und ich fühle mich viel besser damit.

Was ich sonst immer mit dabei habe sind mein iPhone und Kopfhörer, damit ich Filme unterwegs schauen kann. Das ist auf jedenfall ein Muss.

Welche drei Worte fallen dir spontan ein, wenn du an deinen Auftritt bei LUCERNE FESTIVAL denkst?

Traum, Historisch & Stolz


Samstag, 8. September 2018 | 18.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal

Wiener Philharmoniker
Franz Welser-Möst  Dirigent
Kian Soltani  Violoncello (Preisträger «Credit Suisse Young Artist Award»)

Antonín Dvořák (1841–1904)
Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104

Hauptsponsor: Credit Suisse

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