Schlagwort-Archive: Macht

«Überall bläst jetzt derselbe Wind». Gustav Mahler und der Antisemitismus

Heutzutage zählen Gustav Mahlers Sinfonien zu den absoluten Favoriten des Publikums. Sie sind eingängig, mitreissend, berührend, und wer sie live erlebt, bekommt auch viel zu sehen, angefangen mit der gigantischen Orchesterbesetzung bis zum Einsatz von Instrumenten wie dem monströsen Holzhammer … Weiterlesen

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«Kaviar, Käse, Butter in Hülle und Fülle». Sergej Prokofjew und die Sowjetunion

Sergej Prokofjew bezeichnete sich gern als einen unpolitischen Menschen. «Ich für meinen Teil kümmere mich nicht um Politik», erklärte er einmal, «die Kunst hat nichts mit ihr zu tun.» Und doch waren es die epochalen Zeitgeschehnisse, die ihn im Frühjahr … Weiterlesen

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«Zum Teufel mit der künstlerischen Neutralität!» Igor Levit über Musik und Macht

Beim Sommer-Festival 2019 eröffnet Igor Levit mit zwei Rezitalen und unter anderem der Waldstein-Sonate und Les Adieux seinen grossen Luzerner Zyklus mit sämtlichen Klaviersonaten Ludwig van Beethovens, die er in diesem und dem kommenden Jahr aufführen wird. Vorab hat er … Weiterlesen

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«Gluck, dieses Untier, hat alles zertrampelt». Claude Debussys Kampf gegen die Vorherrschaft der deutschen Musik

Als Claude Debussy in den 1880er Jahren seine Laufbahn begann, standen die führenden musikalischen Kreise Frankreichs ganz im Bann des «Wagnérisme». Ausgerechnet der Deutsche Richard Wagner war es also, der beim französischen «Erzfeind» den Ton angab. Auch Debussy konnte sich … Weiterlesen

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Per Fusstritt in die Freiheit. Wie Mozart den Schritt vom Fürstendiener zum Freelancer wagte

Klarer kann eine Kündigung kaum sein: Mit einem Fusstritt in den Allerwertesten flog Wolfgang Amadé Mozart 1781 aus fürstlichen Diensten. Gerade hat er in München seine Oper Idomeneo herausgebracht (und den dafür gewährten Sonderurlaub um ganze drei Monate überzogen), da … Weiterlesen

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«… denn sein Zorn ist schrecklich». Anton Bruckner und sein ärgster Kritiker Eduard Hanslick

Als Komponist hat Anton Bruckner zeitlebens um Anerkennung ringen müssen. Seine gewaltigen Sinfonien erschienen vielen Zeitgenossen als unverständlich oder verrückt und hatten es entsprechend schwer, zur Aufführung zu gelangen. An der Spitze der Bruckner-Antipoden stand der Wiener Journalist Eduard Hanslick, … Weiterlesen

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Das verlorene Paradies. Sergej Rachmaninow und das verhängnisvolle Jahr 1917

Dieser Komponist passte nicht ins Weltbild der bolschewistischen Revolutionäre: Sergej Rachmaninow galt den Rebellen, die in Russland den kommunistischen Umsturz vorbereiteten, als Repräsentant der herrschenden Klasse. Das fing schon damit an, dass Rachmaninow aus altem russischem Landadel stammte.

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Komponist im Gulag: Aleksandr Mossolow

Im Januar 1929 beschloss das Leningrader Staatliche Opern- und Balletttheater, die Ideen der sowjetischen Revolution auch im Bereich des Musiktheaters fruchtbar werden zu lassen. Man setzte deshalb eine Kommission zur Schaffung sowjetischer Opern ein und fand rasch das geeignete Thema … Weiterlesen

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«Dieses Räuber- und Mördersystem». Béla Bartók im Kampf gegen den Faschismus

Béla Bartók hat die Musik erneuert, indem er ihre uralten Wurzeln erkundete. Ab 1905 begann er, seine ungarische Heimat zu durchwandern, um systematisch die Volksmusik zu erforschen. Er zog über die Dörfer und liess sich von den Bäuerinnen Lieder vorsingen, … Weiterlesen

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Das missbrauchte Kunstwerk. Wie Sozialisten und Nationalisten Beethovens Neunte für sich vereinnahmten

Beethovens Neunte Sinfonie ist ein politisches Kunstwerk. Das verrät bereits die Wahl von Friedrich Schillers Gedicht An die Freude, das Beethoven im Finale vertont und mit dem er seine Botschaft unmissverständlich ausdrückt: «Alle Menschen werden Brüder.» Der Geist der Französischen … Weiterlesen

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