The young Russian pianist Alexander Malofeev on tour with the Lucerne Festival Orchestra

The young Russian pianist Alexander Malofeev will perform Rachmaninoff’s Third Piano Concerto on the major tour of the Lucerne Festival Orchestra. The tour will begin on 6 October with a guest performance at Chailly’s base in Milan, the legendary Teatro alla Scala.

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«Wie ein Gott». Franz Liszt oder Die Macht des Virtuosen über das Publikum

Der Starkult, der heute um einige Grössen der klassischen Musik betrieben wird, dürfte nichts sein im Vergleich zu dem, was Franz Liszt während seiner Reisejahre als Pianist erlebte. «Niemals wird ein gewöhnlicher Künstler es erreichen, einen derartigen Einfluss auf die Menge auszuüben», urteilte 1844 die Zeitung Le Corsaire. «Gestehen wir es ruhig: Dieser Mann hat etwas an sich, das die anderen nicht haben.» Tatsächlich: Bei Liszt paarte sich staunenerregende Virtuosität mit ausserordentlichem Charisma; sein gewandtes Auftreten und seine ungewöhnliche Erscheinung faszinierten das Publikum in ganz Europa. Weiterlesen

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Erich Wolfgang Korngold: Vom Wunderkind zum Emigranten

Leonidas Kavakos spielt beim Sommer-Festival Korngold schwelgerisches Violinkonzert (Foto: Marco Borggreve)

Erich Wolfgang Korngold: Heute ist sein Name meist nur Eingeweihten ein Begriff, am ehesten den Opernfans. In den 1920er Jahren freilich sah das anders aus, denn damals galt der 1897 in Brünn geborene Komponist als Shooting-Star der Branche. Schon als 13-jähriges «Wunderkind» hatte er für Furore gesorgt, als die berühmte Wiener Hofoper seine Ballettpantomime Der Schneemann präsentierte. Weiterlesen

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Klassenkämpferische Klassik. Wie Luigi Nono mit musikalischen Mitteln Machverhältnisse ändern wollte

Maurizio Pollini spielt beim Sommer-Festival 2019 Nonos … sofferte onde serene … (Foto: Priska Ketterer/LUCERNE FESTIVAL)

«Musica/Realtà» war eine Kulturinitiative im italienischen Industriegebiet Reggio Emilia betitelt, in der sich Luigi Nono in den 1970er Jahren gemeinsam mit Maurizio Pollini und Claudio Abbado engagierte, um Künstler und Wissenschaftler mit Fabrikarbeitern, Angestellten und Studenten zusammenzubringen. Kein Zweifel: Musik und Lebenswirklichkeit, künstlerisches und politisches Tun waren für Nono untrennbar verbunden. «Ein Ereignis, ein Erlebnis, ein Text unseres Lebens rührt an meinen Instinkt und an mein Gewissen und will von mir, dass ich als Musiker wie als Mensch Zeugnis ablege», umriss er 1959 sein Credo. Ein Jahrzehnt später erklärte er gar, «dass es keinen Unterschied macht, ob ich eine Partitur schreibe oder einen Streik organisieren helfe. Das sind nur zwei Seiten einer einzigen Sache.» Weiterlesen

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«Wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?» Franz Schubert und der «Titan» unter den Komponisten

Ludwig van Beethovens übermächtiger Schatten lastete schwer auf den nachfolgenden Komponistengenerationen. Johannes Brahms verglich Beethoven mit einem «Riesen», den er immer hinter sich marschieren höre. Robert Schumann glaubte, dass Beethovens Neunte einen historischen Endpunkt markiere, mit dem «Mass und Ziel» der Instrumentalmusik erschöpft seien, und auch Richard Wagner attestierte dieser Sinfonie einen Ausnahmerang: «Auf sie ist kein Fortschritt möglich.» Der erste aber, dem Beethoven schwer zusetzte, war ein Zeitgenosse: Franz Schubert. Weiterlesen

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Buchhinweis: Ein Blick zurück auf legendäre Luzerner Meisterkurse

Der Cellist Enrico Mainardi Mitte der 1960er Jahre mit seiner Meisterklasse auf dem Balkon des Konservatoriums auf Dreilinden (Archiv LUCERNE FESTIVAL, Foto: Ernst W. Saxer)

Mit der ersten Durchführung der Meisterkurse wurde 1943 eine Einrichtung geschaffen, die beinahe sechzig Jahre lang jeden Sommer bedeutende Musikerpersönlichkeiten als Dozierende nach Luzern verpflichtete. Aus der Verbindung von Musikfestwochen (heute: LUCERNE FESTIVAL) und Konservatorium, beide damals eben erst konstituiert, waren die Kurse hervorgegangen: Das Festival sorgte für das künstlerische Renommee, die Ausbildungsstätte für die institutionelle Anbindung der Kurse. Klavier, Violine, Violoncello und Gesang bildeten das Fächerfundament, das nur punktuell erweitert wurde. Edwin Fischer, Wolfgang Schneiderhan, Enrico Mainardi und Franziska Martienssen-Lohmann waren die frühen prägenden Figuren, weitere Berühmtheiten traten später ihre Nachfolge an, unter ihnen die Pianisten Géza Anda und Mieczysław Horszowski, der Geiger Franco Gulli, der Cellist Arto Noras oder die Sopranistin Edith Mathis. Dabei entstanden lose Verbindungen oder solche, die über Jahre andauerten. Die spektakuläre Lage des Unterrichtsorts – das Konservatorium auf Dreilinden – trug das Seinige dazu bei.

Der Geiger Carl Flesch spielt im Rahmen der ersten Meisterkursen im Sommer 1943, am Flügel Walter Frey (Archiv LUCERNE FESTIVAL, Foto: Jean Schneider)

Mit der Neuausrichtung sowohl der Festwochen wie auch der Musikausbildung in Luzern Ende der 1990er Jahre hatte die Ära der «traditionellen» Meisterkurse schliesslich ausgedient. Das Format wurde im Sommer 2003 in die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY überführt. Insgesamt sind rund dreihundertfünfzig Kurse verzeichnet, von Beginn an besucht von einer internationalen Studierendenschar, und die Liste der Meisterdozierenden umfasst beinahe hundert Namen. Diese Zahlen unterstreichen das erfolgreiche Wirken.

Eine Forschungsarbeit an der Hochschule Luzern – Musik hat sich der umfassenden Erschliessung dieser bemerkenswerten Institutsgeschichte angenommen. Das Projekt untersucht die Chronologie der Ereignisse, portraitiert Schlüsselpersonen, trägt Kurs- und Konzertinhalte zusammen und beschreibt die Wahrnehmung der Kurse, auch aus dem Blickwinkel der lokalen Musikpflege. Nun liegen die Ergebnisse in Buchform vor, herausgegeben von der Stadt Luzern in ihrer vom Stadtarchiv betreuten Schriftenreihe Luzern im Wandel der Zeiten.

David Koch, Hochschule Luzern – Musik

Das Buch:
David Koch: Meisterkurse in Luzern. Eine Erfolgsgeschichte im Kontext von Musikfestwochen und Konservatorium (Luzern im Wandel der Zeiten, Neue Folge/Heft 18)
ISBN: 9-78395-3349-59, Preisempfehlung: CHF 20

Die Buchvernissage:
Montag, 9. September 2019 | 17.15 Uhr | Hochschule Luzern – Musik, Dreilindensaal

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“A Fantastic Opportunity for Any Composer”: Saerom Kim and Alex MacDonald on This Year’s Roche Young Commissions

Marianna Liik (to the right), winner of the Roche Young Commissions, in conversation with the conductor Ruth Reinhardt (Photo: Manuela Jans/LUCERNE FESTIVAL)

This coming Sunday, the Orchestra of the LUCERNE FESTIVAL ACADEMY will premiere two new orchestral works by Marianna Liik and Josep Planell’s Schiaffino which were composed as part of the Roche Young Commissions series. To give you some preliminary impressions of what to expect, we spoke with two members of the orchestra – the violist Alex MacDonald and the clarinetist Saerom Kim – who became familiar with the first drafts of both new scores a year ago. Weiterlesen

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Barblina Meierhans über ihr neues Werk «Engadiner Störung»

Das Quintett Many Many Oboes tritt in der Reihe «40min» auf, u. a. mit einem neuen Werk von Barblina Meierhans (Foto MC Delprat)

Viele verschiedene Oboeninstrumente können Sie im nächsten «40min»-Gratiskonzert am Donnerstag kennenlernen: Das Quintett Many Many Oboes präsentiert neben Werken von Matthias Arter, Vinko Globokar und Heinz Holliger auch eine Uraufführung von Barblina Meierhans. Die Schweizer Komponistin erläutert Entstehung und Konzeption ihres neuen Stücks.

Engadiner Störung basiert auf einer Recherche, welche ich über mehrere Monate in unmittelbarer Nähe des Inns durchgeführt habe. Interessiert haben mich einmal mehr die Extreme zwischen Rauschen und Klang bzw. in diesem Fall Ton. Weiterlesen

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«Ich muss mit aller Kraft gegen meine Natur ankämpfen.» Pjotr Iljitsch Tschaikowsky und das «unergründliche Walten der Vorsehung»

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky

Tschaikowskys letzte drei Sinfonien, die Nummern 4 bis 6, werden allesamt als «Schicksalssinfonien» bezeichnet. Der Komponist selbst war es, der diese Deutung in die Welt setzte: «Das ist das Fatum, jene verhängnisvolle Macht, die unser Streben nach Glück verhindert», schrieb er zum Beispiel über die einleitende Bläserfanfare der Vierten. Zur Introduktion der Fünften notierte er: «Vollständiges Sich-Beugen vor dem Schicksal oder, was dasselbe ist, vor dem unergründlichen Walten der Vorsehung.» Und über die Sechste heisst es, sie habe ein Programm, das «für alle ein Rätsel bleiben wird» – während der Arbeit habe er oft geweint. Weiterlesen

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«Überall bläst jetzt derselbe Wind». Gustav Mahler und der Antisemitismus

Heutzutage zählen Gustav Mahlers Sinfonien zu den absoluten Favoriten des Publikums. Sie sind eingängig, mitreissend, berührend, und wer sie live erlebt, bekommt auch viel zu sehen, angefangen mit der gigantischen Orchesterbesetzung bis zum Einsatz von Instrumenten wie dem monströsen Holzhammer (in der Sechsten) oder den Kuhglocken. Dennoch ist der Mahler-Boom ein relativ junges Phänomen. Erst Dirigenten wie Leonard Bernstein und Rafael Kubelík, Georg Solti oder Bernard Haitink weckten in den 1960er Jahren Weiterlesen

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